Dropbox und KeePassDroid

Sich für jeden Dienst ein eigenes Passwort zu merken, das auch gleichzeitig noch lang und komplex genug ist, kann besonders dann schwierig sein, wenn es sich um Dienste handelt, die man nur sehr selten nutzt.

Mit einem Passwort-Safe-Programm wie KeePass kann man zumindest an seinem PC oder Notebook einen Überblick über seine Passwörter behalten ohne sich auf unsichere Excel-Listen oder Text-Dateien verlassen zu müssen.

Eine gute Möglichkeit, um auch unterwegs immer Zugriff auf seine Passwörter zu haben, ist die Kombination von KeePass mit dem Dienst Dropbox, der die Synchronisation von Dateien zwischen verschiedenen Rechnern und Benutzern ermöglicht.

Man legt seinen verschlüsselte Passwort-Safe einfach in die Cloud und sobald man die Datei aktualisiert, wird sie auf alle weiteren Geräte synchronisiert. Voraussetzung ist hier natürlich ein Masterpasswort, das stark genug ist, um Bruteforce-Attacken standzuhalten.

Ich nutze Dropbox und KeePass auf PC, Notebook und seit kurzem nun auch auf meinem Android-Smartphone. Die Android Apps Dropbox und KeePassDroid sind ein gutes Gespann: in der Dropbox die KeePass-Datei öffnen, Masterpasswort eingeben, fertig.

Neben der Tatsache, daß KeePass und Dropbox für nahezu jede Plattform verfügbar ist, sollte man noch den Vorteil erwähnen, daß beide Lösungen kostenlos sind :-)

Goodbye Windows Live Mesh – Hallo Dropbox!

Etwa 18 Monate habe ich an der Beta von Windows Live Mesh teilgenommen und in dieser Zeit den Dienst, der Dateien über mehrere Computer (und auch Mobiltelefone) hinweg synchron hält, sehr geschätzt.

Umso größer war dann für mich die Freude als ich eine Email bekam, in der stand, dass die Beta nun bald beendet sei und der Dienst endlich „regulär“ gestartet wird.

Die Ernüchterung kam dann schnell, denn auf der verlinkten Seite stand geschrieben:

Windows Live Mesh ist nur für Windows 7 und Windows Vista verfügbar.

Ohne Begründung. MS lässt den Kunden einfach im Dunklen stehen. Vogel friss oder stirb.

Für mich ist nicht ganz verständlich, warum Windows XP ausgeschlossen wird, denn die Beta-Version verrichtete ihre Arbeit auf mehreren XP-Rechnern die ganze Zeit problemfrei.

Geht es hier darum, den Nutzer zum Betriebssystemupdate zu zwingen? Wenn dem wirklich so ist, dann ist das kein schönes Verhalten, denn der Nutzer merkt sich sowas.

Auf einigen der PCs lohnt sich aufgrund des Alters und des Aufwands ein Update auf Windows Vista oder Windows 7 schlichtweg nicht. Dennoch hätte ich die Dateien gerne weiter synchron gehalten.

Schade, Microsoft, hiermit verliert Ihr einen User, denn Alternativdienste wie Dropbox bieten einen vergleichbaren Leistungsumfang und unterstützen neben den aktuellen Betriebssystemen wie Windows 7 und Mac OSX auch Steinzeit-Ware wie Windows XP. Ich bin gerade dabei umzusteigen bzw. nutze ich beide Dienste schon seit einiger Zeit parallel.

Dropbox bietet ein komfortables Mobile-GUI und toppt Mesh auch, weil man für jede Datei in seinem Space einen öffentlichen Direktlink versenden kann ohne gleich den kompletten Ordner freigeben zu müssen.

Die Anmeldung und Nutzung von 2GB Online-Space ist kostenlos. Darüberhinaus kann man sich für ca. 10$ / Monat bzw. 100$ / Jahr seine Online-Festplatte auf 50 GB erweitern. Wer es ganz groß möchte, kann 100 GB für ca. 20$ / Monat oder 200$ / Jahr nutzen.

Summasummarum: Dropbox bekommt von mir eine klare Empfehlung, inzwischen setze ich es auch auf den Rechnern meiner Eltern ein, da sie so schnell und einfach gemeinsam an Dateien arbeiten bzw. Dateien austauschen können.

Wer sich über meinen Referrer-Link anmeldet, erhält gleich zum Start noch einmal zusätzliche 250MB kostenfreien Speicherplatz (summiert sich auf bis zu 8GB zusätzlichen freien Speicherplatz).

Referrer: Dropbox

Ordner online synchronisieren mit Live Mesh

Live Mesh ist ein Cloud-Dienst von Microsoft, der lokale Dateien von einem oder mehreren Rechnern mit Online-Ordnern synchronisiert. Gehostet werden die Dateien dann in der „Wolke“, wie man so schön sagt. Riesige Rechenzentren, auf der ganzen Welt verteilt, können quasi garantieren, daß man immer und überall auf die aktuellsten Stände seiner Dateien zugreifen kann. 5160 MB kostenlosen Onlinespeicherplatz stellt Microsoft dem Interessierten zur Verfügung.

Die Bedienung ist denkbar simpel. Man installiert den Mesh-Client auf seinem Rechner, loggt sich mit einem kostenlosen Microsoft Live-Account ein und bestimmt dann im Explorer mit einem Rechtsklick, ob der betreffende Ordner mit dem Internet synchronisiert werden soll. Ich nutze die Software gerade im Moment, um den FH-Ordner auf meinem Notebook mit dem FH-Ordner auf meinem Desktop-PC abzugleichen. Positiver Nebeneffekt ist, daß (eine Internetverbindung vorausgesetzt) man nun von jedem Rechner der Welt aus, auf diese Dateien zugreifen kann. Einfach die Seite Mesh.com besuchen, einloggen, den Ordner auswählen, Datei anklicken, fertig. Weiterhin kann man seine Ordner nun teilen, was gemeinsame Arbeitsverzeichnisse oder aber auch den Zugriff auf die eigenen Urlaubsfotos ermöglicht.

Sofern man dem Client die Berechtigung dazu erteilt, kann man so auch sehr einfach eine Remote-Desktop-Verbindung zu den eingerichteten Rechnern herstellen.

Was ich mir noch wünschen würde, wäre die Möglichkeit, so auch gleich seine Outlook-Kontakte und -Termine zu synchronisieren, allerdings fürchte ich, daß dies Wunschträume bleiben werden, denn Microsoft wird sich wohl keine Konkurrenz zu seinem Exchange-Server machen wollen.

Die Client-Software ist verfügbar für Windows XP SP2 aufwärts (unter Windows 7 funktioniert sie auch) und auch für Mac OSX. (Aufmerksam wurde ich auf die Software übrigens durch einen Vortrag im Rahmen der Veranstaltung „Microsoft und die Zukunft der Software“.)

Update:

Inzwischen kann ich Live Mesh nicht mehr bedenkenfrei empfehlen (siehe: Goodbye Windows Live Mesh – Hallo Dropbox!) und rate daher wie Maximilian aus den Kommentaren zur Nutzung von Dropbox, welches ebenfalls kostenfrei, dazu noch plattformübergreifend ist und auch die Nutzung von Smartphones unterstützt.

P.s.: Wer sich über meinen Referrer-Link anmeldet, erhält gleich zum Start noch einmal zusätzliche 250MB kostenfreien Speicherplatz.
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