Commercial Street Bangalore

Am gestrigen Tag haben wir nach dem regulären Programm einen Abstecher in die Commercial Street von Bangalore unternommen, da wir gerne etwas vom wirklichen Indien sehen wollten – Shopping Malls kennt man immerhin auch schon aus den USA.

Mit der Riksha, dem Zweitakter-Fortbewegungsmittel Nummer eins, erlebten wir hautnah den Verkehr und waren nach ca. 20 Minuten und etlichen neuen Eindrücken und Erfahrungen mehr am Ziel angekommen.

Die Commercial Street und das Viertel um sie herum kann man am besten als Basar beschreiben. Tausende von kleinen Geschäften drängen sich dicht an dicht in kleinen Straßen und Gässchen, riesige Menschenmassen schieben sich gegenseitig am Straßenrand entlang während Rikshas und vereinzelte Autos mit Dauereinsatz ihrer Hupe langsam vorankommen.

Angeboten wird eigentlich alles und vor allem in allen Farben. Von Kleidung über Schmuck, hin zu Uhren, Elektroartikeln, Gewürzen, Schuhen etc. Jede Kategorie scheint ihre eigene Straße zu haben auch wenn man keine Schilder diesbezüglich sieht. Vor allem in der Gewürzstraße werden alle Sinne angesprochen. Eine Flut von Düften verschiedenster Pulver und Kräuter konkurrieren mit dem Duft von frischem Knoblauch, der geschält in riesigen Wannen liegt, und vielem vielen mehr. Dazu die kräftigen Farben der Gewürze, der Shops, der Kleidung der Einheimischen. Zwischen all diesen Läden sieht man immer mal wieder kleine Tempel und viele, viele Hunde. Während man kaum Katzen in Bangalore sieht, sträunen überall Straßenhunde herum.

Obwohl das Gedränge groß war, fühlte ich mich zu keiner Zeit unwohl bzw. unsicher. In Indien gewöhnt man sich sehr schnell daran, daß man als Europäer zwar neugierig angeschaut wird, aber bisher sind mir alle Menschen mit großer Freundlichkeit begegnet und so habe ich natürlich auf Kamera und Geldbeutel im Gedränge aufgepasst, hatte aber fast das Gefühl, daß das eigentlich gar nicht notwendig ist.

Da wir gestern in einer großen Gruppe unterwegs waren, kamen wir nicht so recht voran und ich hatte am Ende das Gefühl, vielleicht doch einiges verpasst zu haben. An einem der letzten Tage will ich noch einmal mit einem der indischen Studenten in diese Gegend und mehr sehen.

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