Unerwünschte Software

Wer hat sich das denn einfallen lassen? Installiert man einen Grafikkartentreiber von ATI, findet man plötzlich das Symbol von World of Warcraft auf seinem Desktop. Installiert man das Shockwave Player Plugin für Firefox, bietet es einem an, den nur 3 MB großen Symantec Virenscanner mit herunterzuladen. Vor kurzem habe ich ein Brennprogramm von einem kleinen Programmierer getestet und es wollte mir beim Setup gleich die Yahoo-Toolbar aufs Auge drücken. Muß man aus welchen Gründen auch immer Quicktime installieren, sollte man aufpassen, welchen Installer man erwischt, denn schnell hat man sich Safari und iTunes installiert. Diese Liste kann man bestimmt fortführen.

Natürlich kann man argumentieren, daß es von Seiten der Anbieter vielleicht ganz geschickt ist, Sachen zu bundlen, denn schließlich verhält es sich hierbei wie mit Spam:
der ein oder andere Anwender (auch wenn der Prozentteil gering sein mag) findet den Bonus dann doch ganz praktisch und sucht nicht verärgert nach der Deinstallationsmethode. Im schlimmsten Fall ist dann kein separater Deinstallationseintrag vorhanden und man darf entweder selbst Hand anlegen ODER man deinstalliert gleich die ganze Software, die den „Nützling“ mit an Bord hatte.

Auch wenn ich verstehen kann, daß sich Programmautoren oder softwareherstellende Firmen hiermit ein kleines Zubrot verdienen können, stört mich diese Praktik und hinterläßt einen faden Beigeschmack, was dazu führt, daß ich sofern möglich um das eigentliche Softwareprodukt einen Bogen machen. Meine Meinung über den „Beworbenen“ sinkt sogar noch weiter.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß es nur mir so geht, und wünsche mir daher, daß wenn Software schon gebundlet werden muß, standardmäßig die Option zum Installieren von nichtproduktbezogenen Zusätzen in Installern deaktiviert ist. Dann hat der Nutzer immer noch nicht Entscheidungsmöglichkeit, ärgert sich aber im Fall einer hastig installierten Anwendung nicht über zusätzliche Icons, Werkzeugleisten etc. etc.

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