Telekom hilft? Mir bisher leider nicht

Liebe Telekom,

dies ist ein offener Brief / Hilferuf.

In aller Kürze

Am vergangenen Montag (25.03.2013) hätte mein neuer VDSL50-Anschluss bei Euch geschaltet werden sollen. Arcor/Vodafone hat sich auch an den von beiden Seiten kommunizierten Abschalttermin gehalten und die Leitung ist seit dem 25.03.2013 auch frei. Seitdem erfahre ich ein Wechselbad der Gefühle und eine endlose Hotline-Odyssee mit widersprüchlichen Aussagen und offenbar nichthaltbaren Versprechen.

Der erste Wechselversuch ging schief

Die gesamte letzte Woche habe ich mich von Pontius zu Pilatus schicken lassen, denn ich will so gerne zu Euch, dass es bereits der zweite Wechselversuch innerhalb von 15 Monaten ist. Dazu muss man hinzufügen: ich versuchte 2011/2012 über die Business-Abteilung zu wechseln, nachdem mich Euer netter Vertriebler zwei Monate lang regelmäßig anrief und mich mit Versprechungen einlullte.

Mit diesen traf er mich mitten ins Herz, denn schließlich war ich von Leitungsgeschwindigkeit und Service meines bisherigen Anbieters enttäuscht. Aber instabile 6000 Kbit mit schlechtem Service und unfreundlichen Service-Technikern sind immerhin besser als 0 Kbit und Stress beim Wechseln, weshalb ich konsequent alle Angebote von 1&1, Alice, Kabel Deutschland etc. immer ignoriert hatte.

Es hieß: Bei der Telekom könne das nicht passieren. Es seien schließlich die eigenen Leitungen, man hätte die meisten Techniker, die meisten Servicemitarbeiter, würde regelmäßig von Fachzeitschriften gelobt und und und.

Ich solle alles Euch überlassen. Die Kündigung bei meinem aktuellen Anbieter, das Umschalten der Leitung, der Techniker, der die Hardware austauschen würde. Alles. Schließlich seid Ihr die Besten und wollt mich nur wieder als Kunden gewinnen, um mich mit einem Rund-um-sorglos-Paket glücklich zu machen.

Als der Anschalttermin dann langsam in Reichweite rutschte, fragte ich sicherheitshalber noch einmal nach und erfuhr auf Nachfrage (für eine eigene Kündigung bei Vodafone/Arcor war es schon zu spät), dass der Auftrag kommentarlos im System storniert worden sei. Die Erklärung war, man hätte keine Kontaktmöglichkeiten gehabt und ich hätte mich nicht bei Euch gemeldet. Sehr seltsam, wenn Ihr meine Postanschrift, Email-Adresse, zu portierende Telefonnummer UND Mobilfunknummer vorliegen hattet.

Der zweite Wechselversuch geht gerade schief

Das bisher Erlebte war zwar ärgerlich, Euer Vertriebler hatte offenbar seine Provision, denn von ihm hörte ich nie wieder etwas, aber ich hatte auch anderes zu tun. Also beließ ich es dabei und hakte das Thema erst einmal ab, bis meine Leitungsqualität einen neuen Tiefpunkt erreichte während die Kündigungsfrist in Reichweite gelangte. Meine Kollegen waren begeistert vom magentafarbenen VDSL50, also gab ich mir einen Ruck, einmal ist ja keinmal, und am 21.12.2012 habe ich erneut bei Euch bestellt – diesmal über das Web. Inklusive Portierungsauftrag, den ich gleich via Fax eingereicht habe.

Im Januar habt Ihr mir dann einen neuen Portierungsauftrag geschickt. Also habe ich die Hotline angerufen und gefragt, ob da etwas schiefgegangen sei, schließlich hatte ich ihn ja schon eingereicht. Gerne hätte ich ihn auch noch einmal geschickt. Aber man beruhigte mich, sagte, dass alle notwendigen Dokumente schon vorlägen und ich mich einfach nur auf VDSL vom Marktführer freuen solle.

Im März (ich hatte inzwischen Bestätigungen für den Wechsel am 25.03.2013 von Arcor/Vodafone und aus Eurem Haus erhalten) habe ich dann noch einmal nachgefragt, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist und mein Auftrag nicht vielleicht wieder im System verschwunden sei. Alles in Ordnung versicherte man mir. Antwort von Vodafone/Arcor sei da, Termin fest im System eingebucht, Zugangsdaten und Hardware würden rechtzeitig zugeschickt.

25.03.2013: Kein VDSL50. Nicht einmal DSL16. Erst recht kein 64k-ISDN oder 56k-Analog. Schade.

Nachdem ich am Tag der zugesagten Anschaltung zwar schon den Splitter, aber noch keine Zugangsdaten hatte, habe ich nachmittags bei der Hotline angerufen und dort erst einmal erfahren, dass es ein „technisches Problem“ gegeben habe. Welches Problem genau konnte / wollte mir bis heute auch auf mehrfache Nachfrage niemand sagen.

Der versprochene UMTS-Stick für die Übergangsphase

Bereits am 25.03.2013 wurde mir im T-Punkt und via Hotline versprochen, man würde mir für die Übergangsphase, die sicher nur wenige Werktage dauern würde, kostenfrei einen UMTS-Stick zur Verfügung stellen. Als ich angab, dass ich keinen weiteren Vertrag haben möchte und nicht gewillt bin, zusätzliche Kosten auf mich zu nehmen, hat mir der Hotline-Kollege nochmals versichert, dass der Preis auf 0,00€ reduziert werde. Also stimmte ich zu und freute mich, denn der UMTS-Stick sollte per Kurier bis spätestens zum 28.03.2013 gestellt werden und der Kollege wollte sich noch einmal an dem Tag telefonisch rückversichern, ob auch alles geklappt habe. Da ich berufstätig bin und der Stick nicht an die Firmenadresse geliefert werden könne (ich habe dies explizit nachgefragt), sicherte man mir zu, der Stick würde in den Abendstunden zwischen 17 und 21 Uhr zugestellt werden.

Am 28.03.2013 staunte ich dann nicht schlecht, als ich die Mitteilung hatte, man hätte versucht, mir ein Nachnahmepaket über 29,95€ zuzustellen – vormittags. Am 02.04.2013 sollte der Stick erneut zugestellt werden. Nachdem ich nicht angerufen wurde, habe ich selbst erneut bei der Hotline nachgefragt, das förderte dann folgende Aussage ans Tageslicht: „Es kann nichts kostenfrei rausgeschickt werden. Das war eine reguläre Bestellung. Ob Ihnen das Geld erstattet wird, müssen Sie im Nachhinein mit der Beschwerde-Abteilung aushandeln.“

Verschiedene Anschalttermine und Schuldzuweisungen

Seit Montag, 25.03.2013, wurde ich immer wieder mit anderen Daten versorgt und die hilfsbereiten Kollegen widersprachen sich auch gerne mal gegenseitig. Als ich am 25.03.2013 mit einem Hotline-Kollegen telefonierte, sagte mir dieser, dass man Arcor/Vodafone anweisen würde, wieder meinen Anschluss zu schalten. In 24/48 Stunden sei dann wieder die Verfügbarkeit hergestellt und man könne sich in Ruhe um einen neuen Termin kümmern. Gestern habe ich dann erfahren, dass dieser Antrag an Arcor/Vodafone nicht gestellt wurde und man ihn jetzt eben erneut stelle. Lustigerweise hat mir zwischenzeitlich ein anderer Hotline-Kollege gesagt, man solle das bloß nicht machen, das würde nur „Unruhe“ und „Fehlerpotential“ in den Vorgang bringen.

Erst wurde mir der 02.04.2013 als neuer Termin genannt (nach Ostern sei dann wieder Kapazität da und ich mein Fall würde priorisiert bearbeitet werden), ich solle aber sicherheitshalber nochmal nachhaken. Gestern hieß es dann, Arcor/Vodafone würde die Leitung blockieren und man bekäme keine Antwort.

Also habe ich bei Arcor/Vodafone angerufen und dort versicherte man mir, die Leitung sei frei, die Telekom könne jederzeit aufschalten, allerdings hätte es am 19.02.2013 eine kommentarlose Stornierung der Portierung seitens der Telekom gegeben. Man habe den Anschluss, da ich mich nicht gemeldet habe, aber dennoch gemäß meinen durch die Telekom geäußerten Wünschen zum 25.03.2013 auslaufen lassen. Mit dieser Information  habe ich wieder bei Euch angerufen, da hieß es „Arcor/Vodafone erzählt viel wenn der Tag lang ist“.

Mit platten Aussagen über den Mitbewerber herziehen und den Kunden zwischen den Stühlen in der Luft hängen lassen ist ganz schlechter Stil, aber das wisst Ihr sicherlich.

Ein erneutes Telefonat brachte mich dann zum Komplettwechselteam und einem Techniker, der sagte, es würde mindestens 10 bis 14 Werktage dauern. Seine Aussage war, dass Arcor/Vodafone die Leitung nun zunächst wieder schalten müsse, damit man sie übernehmen könne.

Also was jetzt? Keiner ist schuld, keiner kann mir sagen, was schief gelaufen ist, keiner kann mir sagen, wann ich definitiv wieder Internet beziehen kann. Ich habe das ungute Gefühl, dass man mich mit Phrasen aus der Textbausteinsammlung schnellstmöglich wieder aus der Hotline haben möchte, denn meine Unterschrift habt Ihr ja schon.

Die Konkurrenz schläft nicht

Wusstet Ihr schon, dass Kabel Deutschland mit 100 Mbit und Zufriedenheitsgarantie mit Sonderkündigungsrecht wirbt? Innerhalb von zwei Werktagen könne ich mit 100 Mbit loslegen, früher, wenn ich die Hardware selbst im Shop abhole. Was ist Euer Angebot?

Frust

Liebe Telekom, ich weiß, dass Ihr Menschen seid, die in einer Konzernstruktur mit Prozessen eingeengt werden. Persönliche Vorwürfe erfüllen daher keinen Zweck. Ich möchte Euch aber bitten, Euch in meine Situation zu versetzen.

Mir wurden hoch und heilig Dinge versprochen, die Ihr offenbar nicht einhalten könnt. Durch Nachfragen und Rückversichern dachte ich, ich sei Euch noch ein Stück entgegengekommen, denn gemeinsam funktioniert ja meistens alles besser. Vom Fokus auf die Wünsche Eurer Kunden spüre ich gerade recht wenig, bin doch ich derjenige, der Euch hinterherlaufen muss, damit ich Gehör finde.

Jetzt wende ich mich hiermit an „Telekom hilft“ und hoffe, dass wenigstens dieser Name Programm ist.

03. April 2013 von Matthias
Kategorien: in eigener Sache | Schreibe einen Kommentar

Dinge, die man durch Wolfram|Alpha lernt

Was ist Wolfram Alpha?

Befragen wir dazu doch einmal die Wikipedia:

Wolfram Alpha (eigene Schreibweise: Wolfram|Alpha) ist ein auf der Software Mathematica basierender Internetdienst zum Auffinden und Darstellen von Informationen, der von Wolfram Research entwickelt wird.

Anders als bei einer gewöhnlichen Suchmaschine ist das Hauptziel nicht das Auffinden von im Internet verfügbaren Fakten allein durch Suchstrategien, sondern die Verarbeitung von Fakten durch spezifische Algorithmen zu Ergebnissen. Wolfram Alpha ist demnach eine semantische Suchmaschine.
- Auszug aus dem Wikipedia-Artikel vom  05.09.2012

Dank dem Charakter der semantischen Suchmaschine gestattet sie die Interpretation der Anfragen und der Umwandlung in Ergebnisse anhand der angeschlossenen Fakten-Datenbank.

Will man zum Beispiel abfragen, wie sich die Weltbevölkerung zwischen 1800 und 2000 entwickelt hat, fragt man nach world population 1800 to 2000.

So weit, so gut, das sind Basics, die schon das Potential zeigen, doch lassen sich damit natürlich auch noch andere Dinge herausfinden. Wie zum Beispiel:

05. September 2012 von Matthias
Kategorien: E-Commerce | Schreibe einen Kommentar

Microsoft Virtual Wifi Miniport Adapter unter Windows 7 deaktivieren

Wer nach seiner Google-Suche bisher noch nicht weiß, was der Microsoft Virtual Wifi Miniport Adapter macht und / oder nicht macht, wofür man ihn braucht und / oder nicht braucht, der sollte hier aufhören zu lesen und den “Zurück”-Button betätigen.

Wer jedoch auf der Suche nach einem Weg ist, den Microsoft Virtual Wifi Miniport Adapter unter Windows 7 zu deaktivieren, der führe bitte die ersten zwei Schritte der folgenden “Anleitung” aus. Schritt 3 und 4 kann man beachten, muss man aber nicht.

1. Eingabeaufforderung (cmd.exe) mit Administratorrechten starten
2. Folgendes eingeben:
netsh wlan set hostednetwork mode=disallow
3. ???
4. PROFIT!

P.s.: Mit etwas Nachdenken gelang es mir, auch herauszufinden, wie man den Microsoft Virtual Wifi Miniport Adapter unter Windows 7 auch wieder aktiviert:

1. Eingabeaufforderung (cmd.exe) mit Administratorrechten starten
2. Folgendes eingeben:
netsh wlan set hostednetwork mode=allow
3. ???
4. PROFIT!

03. Juli 2012 von Matthias
Kategorien: in eigener Sache | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

WordPress: jQuery von Google laden

Google bietet mit seinem Service Google Libraries API Website-Betreibern an, APIs wie jQuery direkt aus dem CDN (Content Delivery Network) zu beziehen. Dateien, die in einem CDN gehostet sind, nehmen Last vom Server der eigenen Homepage und, sofern die Homepage auch aus dem internationalen Raum aufgerufen wird, werden aus dem Rechenzentrum übertragen, das dem Besucher geographisch am nähesten ist.

Anhand von folgendem Beispiel lässt sich WordPress dazu bringen, jQuery nicht mehr aus der eigenen Installation zu verwenden, sondern direkt auf die Google-Server zu verweisen.

Den Code fügt man am besten an den Anfang seiner functions.php, die man im Bereich Design -> Editor vorfindet.

if ( !is_admin() ) {
wp_deregister_script( 'jquery' );
wp_register_script( 'jquery', 'https://ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/1.6.2/jquery.min.js', false, '1.6.2', true );
wp_enqueue_script( 'jquery' );
}

Erklärung:
wp_deregister_script deregistriert erst einmal jQuery.
Im Anschluss wird es mit wp_register_script und den Parameteraufrufen wieder registriert.
Abschließend wird jQuery mit wp_enqueue_script der Warteschlange der zu ladenden Scripte hinzugefügt.

Anbei noch ein kleiner Exkurs zum Thema wp_register_script:

<?php wp_register_script( $handle, $src, $deps, $ver, $in_footer ); ?>

$handle ist der Name mit dem das Script bezeichnet wird; $src gibt den Pfad zum Script an; $deps gibt an, ob das Script Abhängigkeiten hat, also z.B. erst jQuery geladen werden muss, bevor jQuery UI geladen werden kann; $ver übergibt die Version des Scripts; $in_footer bestimmt, ob das Script im Footer geladen werden soll oder nicht. Letzteres ist insofern interessant, da sich die Ladezeiten von Webseiten durch das Platzieren von Script-Aufrufen am Ende des Quelltextes optimieren lassen.

04. August 2011 von Matthias
Kategorien: E-Commerce | Schlagwörter: , | Schreibe einen Kommentar

Facebook Community-Standards

Wurde ja auch mal Zeit, dass Facebook den Nutzern, die selbst nicht darauf kommen, wie man sich in den sozialen Netzen verhalten sollte (m.E. nämlich nicht wesentlich anders, als man sich auch im “realen” Leben gibt), einen Leitfaden an die Hand gibt, was auf Facebook gewünscht ist und was nicht.

Den Community-Leitfaden findet man hier:
Facebook Community-Standards.

04. August 2011 von Matthias
Kategorien: E-Commerce | Schlagwörter: , | Schreibe einen Kommentar

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